Wirtschaftliche Auswirkungen des Ukraine-Krieges für die Industrie

Deutsche Unternehmen erwarten durch den Ukraine-Krieg und den einhergehenden Sanktionen einige Belastungen. Zusätzlich zu den teilweise noch bestehenden Lieferkettenproblemen durch die Pandemie und die Blockade des Suezkanals, treffen nun ungewisse Energieversorgung und weitere Störungen der Lieferketten deutsche Unternehmen.

Bezüglich der Exporte ist die deutsche Wirtschaft weniger von Russland abhängig. Bedeutender ist der Import aus Russland, Belarus und der Ukraine mit einem Anteil von 3,1%.

Wichtige Rohstoffe und Zwischengüter wie Energieträger, Stahl und Metalle werden größtenteils aus diesen Ländern bezogen. Diese können zwar, abgesehen von den Energieträgern, perspektivisch von anderen Quellen bezogen werden, eine Preissteigerung der Energieträger ist aber unumgänglich. Eine Weitergabe der Preissteigerung an die Kunden ist nicht vollständig möglich und stellt somit eine weitere Belastung der Industrie dar.

Eine Befragung des IW-Zukunftspanels von 209 Unternehmen ergab, dass etwa 71 % der Industrie- oder industrienahen Unternehmen durch die erhöhten Energiepreise eine große oder sehr große Belastung erwarten. Diesen folgen, mit 37 % und 39 %, fehlende Gaslieferungen und ausfallende Lieferanten. Das Wegfallen von Absatzmärkten stufen dabei nur 9 % der befragten Unternehmen als große Belastung ein.

bdi.eu/spezial/russland-ukraine-krieg/

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