Tool Costing – Das richtige Werkzeug fürs Werkzeug

Tool Costing | Werkzeugkostenrechner für Werkzeugbauer

Mehr Variantenvielfalt, geringere Stückzahlen und steigende Bauteilkomplexität im Produktportfolio des fertigenden Gewerbes erhöhen den Einfluss der Werkzeugkosten auf die Rentabilität eines Projektes. Die herkömmlichen Kalkulationsmethoden sind oft nicht effizient und verlässlich genug, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Tool Costing Software hilft Werkzeugbauern dabei, diese Hürde zu nehmen.

Die Veränderungen im Variantenmanagement und komplexere Bauteile steigern die Anforderungen an Betriebe des Formen- und Werkzeugbaus. Mit der Konkurrenz in globalisierten Märkten steigt auch der Kostendruck. Deshalb ist ein umfangreiches und präzises Kostenmanagement notwendig. Weil die Werkzeugkosten einen immer größeren Teil der Produktkosten ausmachen, ist es sowohl im Sinne der Werkzeugbauer als auch der -einkäufer, diesem Bereich mehr Beachtung zu schenken. Weil der Planungsaufwand in den frühen Phasen der Produktentwicklung steigt (siehe Frontloading), erwarten Kunden eine zunehmend detaillierte Kostenaufschlüsselung für die eingekauften Werkzeuge. Die Transparenz der Angebote ist ein Aspekt, mit dem sich Werkzeugbauer von der Konkurrenz absetzen können. Andererseits wird auch von den Beschaffern erwartet, die Angebote ihrer Lieferanten gründlich zu prüfen und das Bestmögliche herauszuholen. Software zur Berechnung der Werkzeugkosten hilft dabei, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Funktionen

Tool Costing Softwarelösungen bieten eine Vielzahl an Funktionen für eine genaue, nachvollziehbare und schnelle Werkzeugkostenrechnung. Lückenlose Dokumentation und sofort verfügbare Informationen über bereits gefertigte Teile sind in vielen Firmen häufig nicht gegeben. Die Software kann Werkzeugvarianten oder -änderungen verwalten, sodass bestehendes Wissen optimal weitergenutzt wird. Ergänzt wird diese Wissensdatenbank um firmeninterne Referenzwerte wie Material- und Lohnkosten, eingesetzte Maschinen oder Fertigungsprozesse. Außerdem beinhaltet sie die Funktion, parametrische Kalkulationen vorzunehmen. Nach Analyse der Bauteilgeometrie ist es möglich, eine Kostenkalkulation für die Werkzeugtechnologien Spritzguß, Druckguß und Blechumformung durchzuführen. Die Analyse-Software kann dazu mit 3D-Daten aus gängigen CAD-Systemen gefüttert werden. Dabei steht eine Referenzdatenbank zur Verfügung, aber auch eigene Kostengleichungen können eingespeist werden. Der Beschaffer kann diese gewonnen Informationen nutzen, um im Gespräch mit dem Anbieter eine gute Verhandlungsposition zu beziehen. Zunehmende Produktvarianz und kürzere Produktlebenszyklen sorgen dafür, dass Werkzeugbauer immer mehr Anfragen verarbeiten müssen. Deshalb spielt Zeit eine wichtige Rolle. Durch die oben aufgeführten Möglichkeiten beschleunigt so eine Kalkulationssoftware den Prozess enorm. 

Ein besonders mächtiges Werkzeug ist eine Tool Costing Software, wenn sie in eine Product Costing Architektur integriert wird. So kann das Wechselspiel zwischen Bauteil- und Werkzeugkosten abhängig von unterschiedlichen Stückzahlen oder Werkzeugmodifikationen genaustens verfolgt werden. Mit dieser gesamtheitlichen Kostenaufstellung werden Prognosen und Produktplanung deutlich einfacher und aussagekräftiger. Sowohl Werkzeugbauer als auch -beschaffer sollten sich also schleunigst überlegen, derartige Softwarelösungen anzuschaffen. Denn durch den Einsatz von Tool Costing kann langfristig viel Organisationsaufwand, Zeit und Geld gespart werden.