Ohne Transparenz keine Smart Factory – eine einfache Strategie kann helfen

Eine der grundlegenden Voraussetzungen für eine Smart Factory ist die Transparenz in der Produktion. Das bedeutet, dass in Echtzeit nachvollziehbar sein muss, was wann und wo in der Fabrik passiert. Dabei ist der Fortschritt der Aufträge erkennbar, genauso wie sämtliche unerwartete Ereignisse z.B. Maschinenausfälle. 

Diese gesammelten Daten müssen dabei, ebenfalls in Echtzeit, für die relevanten Personen zugänglich sein. Die unmittelbare Übermittlung von Daten ist dabei wichtig, damit die Produktion tatsächlich optimiert werden kann. 

Um eine transparente Fabrik zu gestalten, müssen also Soll- und Ist-Zeiten zusammengetragen werden und diese Daten zu Ort, Zeit und Auftrag gemeinsam in einem System ankommen.  

Ort = Wo befinden sich Material oder Auftrag gerade?

Zeit = Auftragsfortschritt; wie viel des gesamten Auftrags bereits fertig ist bzw. welche Schritte in der Produktion bereits durchlaufen wurden.

Auftrag = ist in der Regel der geplante, im ERP erfasste Auftrag. 

Dabei werden die Plan-Zeiten erfasst, jedoch keine Echtzeitdaten, die für die transparente Fabrik essenziell sind. Um die Daten des ERP Systems, also die Plan-Zeiten, und gleichzeitig die Echtzeitdaten, also die Ist-Zeiten, zu verarbeiten, kommen MES (Manufacturing Execution System) oder IoT-Plattform zum Einsatz.  

Es gibt dabei verschiedene, weniger komplexe Möglichkeiten, um die erforderlichen Daten zu sammeln: 

  • Montagearbeits- und Prüfplätze mit einer festen IP-Adresse verorten und belegen.
  • Sensoren oder Lichtschranken einsetzen, die Materialverbrauch und Zeitpunkt für Nachschub ermitteln.
  • Weiterhin manuelles Auftragsmelden auf der Maschine, wenn Sensoren einen Auftragsfortschritt erkennen.
  • Einsatz von beispielsweise RFID oder anderen ID-Technologien, die an Behälter angebracht werden und so immer wieder neuen Materialien oder Aufträgen zugeordnet werden. Dadurch können Position des Materials und auch der Bestand (WIP) angezeigt werden 

Wichtig ist dabei, dass alles miteinander vernetzt ist und nicht einzelne Maschinen ausgelassen werden. Wenn bekannt ist, was wann wo passiert, können auch an jedem Ort genau zur richtigen Zeit die richtigen Informationen angezeigt und zur Verfügung gestellt werden.

Neben der optimierten Produktion, verbessert diese Transparenz auch die Arbeitsabläufe der Qualitätssicherung und ermöglicht schnelle Reaktionen auf Probleme. 

Quelle: https://www.industry-of-things.de